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Spannungen zwischen NATO und Pakistan

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Spannungen zwischen NATO und Pakistan

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Einen Tag nach einem tödlichen Nato-Luftangriff in Pakistan sind 27 Lastwagen der Allianz in Flammen aufgegangen.

Schauplatz der Brandstiftung war der Stadtrand von Shikarpur im Süden Pakistans. Zuvor hatte Pakistan in der Nähe des Khyber-Passes einen wichtigen Grenzübergang für Nachschublieferungen der NATO geschlossen – aus Prostest gegen den Tod dreier pakistanischer Soldaten bei dem Angriff eines NATO-Kampfhubschraubers.

Im Grenzgebiet toleriert Pakistans Regierung Angriffe unbemannter US-Drohnen stillschweigend, den Grenzübertritt ausländischer Soldaten aber auf keinen Fall, so Experten.

Fazal Khan, ein Lastwagenfahrer der NATO, steckt mitten im Interessenskonflikt:

“Die Regierung sollte all diese Nachschubwege sperren. Sie sollte den Nachschub für zwei, drei Monate stoppen – dann kämen die NATO-Kräfte in die Klemme und würden nicht länger auf Moslems losgehen.”

Am vergangenen Wochenende und am Montag waren bei NATO-Hubschrauberangriffen Dutzende Aufständische auf der pakistanischen Seite der Grenze getötet worden. Die Begründung der NATO-geführten ISAF: Sie hätten von dort aus Soldaten in Afghanistan angegriffen.