Eilmeldung

Eilmeldung

Botticellis Venus - gemalt und gepixelt

Sie lesen gerade:

Botticellis Venus - gemalt und gepixelt

Schriftgrösse Aa Aa

So nah kam bisher nur Meister Sandro Botticelli selbst an seine Venus heran, vielleicht auch noch Kunstliebhaber Lorenzo di Pierfrancesco de’ Medici, der sie sich in seine Villa hängte.

Jetzt kann jeder ihr Blondhaar ranzoomen, als stünde er in Florenz mit dem Feldstecher in den Uffizien.

Die Venus geht online, digitalisiert mit bis zu 28 Milliarden Pixel.

Porentief makellos und bis Ende Januar kostenlos im Netz.

Mario Resca vom italienischen Kulturministerium:

“Hier wurde eine Technologie verwendet, die Kunstwerke extrem heranholt – dreitausendfach schärfer als das ein normaler Fotoapparat kann”

Was mit Leonardos “Abendmahl” vor drei Jahren begann, könnte einmal ein virtuelles Museum ergeben, heißt es bei den Spezialisten des Unternehmens Haltadefinitione im norditalienischen Novarra.

Die Technologie schade den Bildern nicht, beteuern sie. Man komme ohne Infrarot aus und mit einem Minimum an Licht.

Bisher haben sie sechs Renaissance-Meisterwerke Millimeter für Millimeter aufgenommen und im Computer wieder zusammengesetzt.

Darunter: Caravaggios Bacchus, dem man seine mehr als 500 Jahre alten Muskateller-Trauben glatt aus dem Obstkorb stibitzen möchte.

www.haltadefinizione.com