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Bosnien: Wahlen in einem blockierten Land


Bosnien-Herzegowina

Bosnien: Wahlen in einem blockierten Land

In Bosnien-Herzegowina ist heute Wahltag. Gut drei Millionen Wähler entscheiden über Parlamente und Präsidenten in den beiden weitgehend selbständigen Landeshälften. In einem komplexen Wahlverfahren geht es insgesamt um fünf Präsidenten, 13 Ministerpräsidenten und 700 Abgeordnete – mehr als 8000 Kandidaten rangen um Aufmerksamkeit.

Auf internationalen Druck war Bosnien-Herzegowina nach dem Bürgerkrieg (1992-1995) neu organisiert worden.

Die zwei Teile des Balkanlandes werden von Serben einerseits und Muslimen gemeinsam mit Kroaten andererseits kontrolliert.

Die drei Ethnien sind tief zerstritten, der Staatsaufbau ist kompliziert. Das Ergebnis: Blockade.

Kein Wunder, dass auch in der Wirtschaft wenig vorangeht: Der öffentliche Sektor gilt als schwerfällig und unproduktiv, offiziell liegt die Arbeitslosenrate bei 40 Prozent.

Große Veränderungen sind nach allen Umfragen nicht zu erwarten. Die wichtigsten Streithähne können mit einem neuen Mandat rechnen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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