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Brasilien entscheidet über Lula-Nachfolge

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Brasilien entscheidet über Lula-Nachfolge

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In Brasilien wird ein neuer Präsident gewählt. Es herrscht Wahpflicht, insgesamt sind im fünftgrößten Land der Erde mehr als 135 Millionen Stimmberechtigte an die Wahlcomputer gerufen. Um dort die Codezahlen ihres Favoriten einzutippen.

Alle Umfragen sprechen dafür, dass erstmals eine Frau an die Staatsspitze rückt, die 62-jährige Dilma Rousseff, Wunschnachfolgerin des linken, volksnahen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Er darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Rousseff will Lulas Wirtschaftskurs fortsetzen. Spannend wird, ob seine frühere Kabinettschefin in vier Wochen in die Stichwahl muss.

Das könnte dann auch an Marina Silva liegen. Lulas frühere Umweltministerin tritt für die Grünen an. Sie hat einen beachtlichen Wahlkampf hinter sich und könnte ein zweistelliges Ergebnis erreichen.

Insgesamt neun Präsidentschaftskandidaten treten an. Am gefährlichsten könnte dem Lula-Lager José Serra werden. Der konservative Ex-Gouverneur und Ex-Bürgermeister der Millionenmetropole Sao Paolo tritt zum dritten Mal an.

Die Brasilianer votieren außerdem für das Bundes- und die Regionalparlamente, Gouverneure und einen Teil der Senatoren. Insgesamt stehen mehr als 22 000 Kandidaten zur Wahl. Ergebnisse werden noch in der Nacht erwartet.