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Brasilien wählt neuen Präsidenten

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Die Brasilianer wählen an diesem Sonntag einen neuen Präsidenten. 135 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Nachfolge von Luiz Inácio Lula da Silva zu entscheiden.

Der 64-Jährige darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Seine Favoritin und Ex-Kabinettschefin Dilma Rousseff liegt in Umfragen deutlich vorn.

Sie könnte bereits im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von 50 Prozent erhalten. Von den insgesamt neun Kandidaten kann neben Rousseff und ihrem konservativen Konkurrenten José Serra nur die frühere Umweltministerin Marina Silva mit einem zweistelligen Ergebnis rechnen.

Der 68-jährige Ökonom Serra ist vor allem bei Brasiliens Besserverdienenden und in Schichten
mit höherer Bildung populär. 2002 unterlag er bei der Präsidentschaftswahl dem jetzigen Amtsinhaber Lula.

In Brasilien besteht Wahlpflicht. Gewählt wird an elektronischen Urnen, an denen die Wahlberechtigten die jeweiligen Code-Ziffern für ihre Kandidaten eintippen.

Das Land hat verschiedene Zeitzonen. Die Wahlergebnisse werden noch in der Nacht zum Montag erwartet. Die Brasilianer wählen außerdem alle 513 Abgeordneten des Bundesparlamentes, 54 von 81 Senatoren, alle Gouverneure der 26 Bundesstaaten und des Hauptstadt-Distriktes Brasília und alle Regionalparlamente.