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Kongress-Wahlkampf: US-Linke sucht nach dem alten Schwung

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Kongress-Wahlkampf: US-Linke sucht nach dem alten Schwung

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“Yes we can” – das hat man schon länger nicht mehr gehört. Jetzt will das politisch linke Lager in den USA einen neuen Anlauf nehmen. Unter dem Motto “eine Nation arbeitet zusammen” forderten 200 000 Demonstranten in Washington “Arbeitsplätze, Gerechtigkeit und Bildung”. In einem Monat stehen in den USA Kongresswahlen an.

Der Bürgerrechtler und baptistische Prediger Al Sharpton:

“Wir brauchen Jobs. Wir haben die Banken gerettet. Wir haben die Versicherungen rausgehauen. Jetzt sollten die das amerikanische Volk retten.”

Bürgerrechtler, Gewerkschafter und Aktivisten, etwa von der afroamerikanischen Organisation
NAACP, aus Kirchengruppen oder Studentenvereinigungen und Schwulenrechtler wollten so der Medienpräsenz der ultrakonservativen “tea party”-Bewegung etwas entgegensetzen – sie war vor vier Wochen am selben symbolträchtigen Lincoln Memorial aufmarschiert – aber auch Präsident Barack Obama an seine Visionen erinnern.

Jacquelyn Martin, Beamtin aus New Jersey:

“Wir haben Sie ins Amt gebracht. Wir können Sie auch wieder rauswählen.”

Bei den “midterm elections”, den Wahlen in der Mitte der vierjährigen Präsidentschaft, werden beide Parlamentskammern gewählt. Derzeit haben Obamas Demokraten dort die Mehrheit.

Im Repräsentantenhaus geht es um alle 435 Sitze, im Senat steht rund ein Drittel der 100 Sitze zur Abstimmung.