Eilmeldung

Eilmeldung

Skurrile Kandidaten - Salz in der brasilianischen Wahlsuppe

Sie lesen gerade:

Skurrile Kandidaten - Salz in der brasilianischen Wahlsuppe

Schriftgrösse Aa Aa

Superheld und Nikolaus, auch für sie können die Brasilianer stimmen. Skurrile Kandidaten sind Teil jeder brasilianischen Wahl.

Jedem Kandidaten wird gesetzlich Sendezeit in Rundfunk und Fernsehen garantiert. Bei über 6000 Kandidaten kommen da eine ganze Menge, sagen wir mal “außergewöhnlicher” Werbespots zusammen.

Auch ein Obama-Doppelgänger tritt an.
Dass ein professioneller Clown gute Chance hat, in den Kongress einzuziehen erklären Wahlforscher damit, dass er zum einen ungebildetere Wähler beeindruckt und zum anderen gebildeteren eine Möglichkeit zum Protest bietet. Das trifft auch auf Fußballstar Romario zu.

Für die einen sind skurrile Kandidaten Beweis eines demokratischen Systems, das funktioniert, andere fühlen sich, verarscht: “Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das ist eine Schande”, sagt Techniker Alex Nacimento aus Rio de Janeiro.

Und auch das brasilianische Wahlrecht fördert skurrile Kandidaten und außergewöhnliche Wahlspots. Wähler können mit Vorzugstimmen für ihren Kandidaten die Listenreihenfolge beeinflussen – und damit letztendlich auch, ob Rocker, Fußballstar oder Birnenfrau in den Kongress einziehen.