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ASEM: Tauziehen zwischen Europa und Asien

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ASEM: Tauziehen zwischen Europa und Asien

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Uneinigkeit herrscht auf dem ASEM-Gipfel in Brüssel. Asien und Europa sind in wichtigen Fragen der globalen Wirtschaftsordnung und des Klimaschutzes geteilter Meinung. China warnte Europa vor einem zu radikalen Sparkurs angesichts der Krise.

Die deutschen und französischen Pläne für eine Wirtschaftstransaktionssteuer stießen erneut auf Gegenwind aus Asien. Grundsätzlich wollten die 46 europäischen und asiatischen Staaten jedoch Entschlossenheit demonstrieren:

Denn nach EU-Schätzungen erwirtschaften die 46 ASEM-Mitglieder die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, sie stellen 60 Prozent der Weltbevölkerung dar und vereinen 60 Prozent des globalen Handels.

Welche Rolle die EU zukünftig spielen könnte, erklärt der malaiische Ministerpräsident Najib Tun Razak: Die Europäische Union realisiere zwar wenige strategische Initiativen in seiner Region. Allerdings könne sie eine große Rolle spielen, um den Handel und die wirtschaftlichen Verbindungen mit der Region zu vertiefen.

Auf dem ASEM-Treffen wollten die Europäer Druck auf China ausüben, damit Peking seine Währung nicht mehr künstlich schwach hält, um die chinesischen Exporte zu fördern. Einhellig unterstützt wurden die Reformen in der Organisation von Weltbank und Internationalem Währungsfonds.

Der ASEM-Gipfel wird an diesem Dienstag Abend zu Ende gehen, am Mittwoch schließen sich zwei bilaterale Treffen zwischen der EU mit China einerseits und mit Südkorea andererseits an.