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Brasiliens Favoriten buhlen um Grünen-Stimmen

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Brasiliens Favoriten buhlen um Grünen-Stimmen

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In Brasilien hat die Präsidentenwahl noch keine Entscheidung über die Nachfolge des beliebten Luiz Inácio Lula da Silva gebracht. Die 135 Millionen Stimmberechtigten müssen in vier Wochen zur Stichwahl.

Zwar hat Dilma Rousseff, die Wunschnachfolgerin und frühere Kabinettschefin des scheidenden Präsidenten, mit 47 Prozent wie erwartet die meisten Stimmen auf sich vereinen können. Gewonnen aber hat sie damit noch nichts. Nun kommt es vor allem darauf an, wie sich die Grünen-Wähler entscheiden.

“Wir sind gut aufgestellt, um ein gutes Ergebnis in der Stichwahl zu erzielen”, sagte Rousseff zuversichtlich. “Wir sind sicher, dass wir bis dahin viel klarstellen können im Dialog mit den Bürgern.”

Der konservative José Serra war schon einmal gegen Lula in der Stichwahl unterlegen. Nun wirbt der Ex-Gouverneur von Sao Paolo warb um die Stimmen der überraschend zahlreichen Wähler der grünen Kandidatin: “Ich gratuliere Marina Silva zur hohen Anzahl ihrer Stimmen, sie hat zur Stärkung der Demokratie in Brasilien beigetragen.”

Silva ist mit unerwarteten, 19 Prozent der Stimmen die eigentliche Gewinnerin. Im Streit hatte sie einst Lulas Kabinett und Partei verlassen. Doch auch den Konservativen fühlt sie sich nicht nahe. Eine Empfehlung für die Stichwahl will sie daher nicht abgeben.