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Izetbegovic und Dodik Sieger bei Wahlen in Bosnien

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Izetbegovic und Dodik Sieger bei Wahlen in Bosnien

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Der Nationalist Milorad Dodik hat die Präsidentschaftswahlen der Serbischen Republik gewonnen. Bei den gleichzeitig stattfindenden Wahlen für das dreiköpfige Staatspräsidium des Gesamtstaates Bosnien-Herzegovina gewann ebenfalls ein Nationalist für die Serben.

Während die Muslime in Bosnien einen Zentralstaat schaffen wollen, hat Milorad Dodik in diesem Fall mit der Abspaltung der serbischen Landeshälfte gedroht. Auch jede Verfassungsreform auf Bundesebene lehnte er ab.

Die Gräben zwischen Muslimen, Serben und Kroaten in Bosnien-Herzegovina verdammen den Staat seit Jahren zur Handlungsunfähigkeit.

Der moderate muslimische Kandidat Bakir Izetbegovic möchte eben diese Gräben überwinden.

“Ich erwarte, dass wir eine bessere politische Atmosphäre in Bosnien und Herzegowina schaffen, dass wir Reformen durchführen, damit der Staat besser funktioniert. Dass wir Blockaden beenden und dem Land eine bessere Zukunft bieten können.”

Ähnliche Erwartungen wie der Sohn des ersten bosnischen Präsidenten Alija Izetbegovic hegt auch diese Einwohnerin von Sarajewo:

“Wir hoffen, dass sich einiges zum Besseren verändert. Die nächsten vier Jahre sind sehr wichtig für Bosnien-Herzegovina. Einige Prozesse sollten zu Ende gebracht werden, so dass wir uns der EU so weit wie möglich annähern.”

Die EU forderte die Balkan-Staaten dazu auf, in den kommenden vier Jahren besser zusammen zuarbeiten, um eine weitere Stagnation zu verhindern.