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Jüdische Siedler verüben Brandanschlag auf Moschee

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Jüdische Siedler verüben Brandanschlag auf Moschee

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Im von Israel besetzten Westjordanland ist in der Nacht zum Montag erneut ein Brandanschlag auf eine Moschee verübt worden. Der Teppich im Gebetsraum und fünfzehn Korane der Moschee von Beit Fadschar südlich von Bethlehem wurden ein Opfer der Flammen. Bei den Tätern handelt es vermutlich um israelische Siedler. Augenzeugen berichteten, Siedler hätten in einem weißen Auto den Tatort verlassen.

“Es ist nicht das erste Mal, dass Siedler eine Moschee niedergebrannt haben. Das fing 1969 mit der Al Aksa Moschee an und geht seither weiter”, klagt Mohammed Ajasch von der islamischen Stiftung in Bethlehem.

Von israelischer Seite wurde der Anschlag scharf verurteilt. Armeesprecherin Oberstleutnant Avital Leibovich sprach von einem “sehr schwerwiegenden Zwischenfall”: “Wir haben eine Sonderkommission der Polizei von Judäa und Samaria eingesetzt und werden das vollständig aufklären”, erläuterte Oberstleutnant Leibovich das Vorgehen der israelischen Behörden.

Die israelischen Behörden vermuten, dass es sich bei den Tätern um Siedler handelt, die Druck auf die Regierung ausüben wollen, um israelische Zugeständnisse bei den Friedensverhandlungen zu verhindern.