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Prozess gegen Wilders wegen Volksverhetzung

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Prozess gegen Wilders wegen Volksverhetzung

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Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders muss sich wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Nach dem Auftakt im Januar begann an diesem Montag in Amsterdam das Hauptverfahren – just in dem Moment, in dem feststeht, dass Wilders’ Partei die neue Minderheitsregierung in den Niederlanden unterstützen wird. Die Anklage wirft dem 47-Jährigen Aufstachelung zum Hass gegen Anhänger des Islam und Rassenhass gegen Marokkaner und andere nicht-westliche Ausländer vor.

Sie bezieht sich unter anderem auf seinen anti-islamistischen Propagandafilm “Fitna”, in dem Wilders Koranverse neben islamistisch motivierte Gewalttaten setzt, darunter die Anschläge in den USA am 11. September 2001 und das Attentat auf den niederländischen Regisseur Theo van Gogh nach dessen islamkritischen Film.

Wilders muss sich außerdem für Reden und Interviews verantworten, in denen er den Koran als “Mein Kampf” für Muslime bezeichnete und den Islam als faschistische Ideologie.

Ihm droht eine Haftstrafe von einem Jahr und eine Geldbuße in Höhe von mehreren tausend Euro.