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Rasmussen entschuldigt sich für NATO-Angriff

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Rasmussen entschuldigt sich für NATO-Angriff

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Bei einem Gespräch mit dem pakistanischen Außenminister Schah Mehmood Qureshi in Brüssel hat NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Montag den Tod von drei pakistanischen Soldaten bedauert. Sie waren bei einem amerikanischen Luftangriff getötet worden.

“Ich habe mein Bedauern über den Zwischenfall der vergangenen Woche ausgedrückt, bei dem drei pakistanische Soldaten das Leben verloren. Es findet eine gemeinsame Untersuchung statt aus deren Ergebnissen wir die richtigen Schlüsse ziehen werden”, erklärte Rasmussen.

Rasmussen drückte seine Hoffnung aus, dass Pakistan seine Grenze zu Afghanistan für NATO-Transporte wieder öffnet. Etwa 80 Prozent der Versorgungsgüter für die ISAF-Soldaten transportiert werden über Pakistan transportiert.

Aus Protest gegen den Hubschrauber-angriff hatte Pakistan die Grenze geschlossen. US-Hubschrauber hatten in den vergangenen Tagen mehrfach auf pakistanische Stellungen an der Grenze zu Afghanistan geschossen, in denen sie Unterstützer der radikal-islamischen Taliban vermuteten.

Die pakistanischen Taliban steckten in der Nacht erneut 13 Tanklaster an, die Treibstoff für die NATO-Truppen in Afghanistan enthielten. Sie waren auf einem Firmengelände in Islamabad geparkt, zu dem sich mehrere bewaffnete Personen Zugang verschafften und die Fahrzeuge in Brand setzten. Ein Taliban-Sprecher kündigte weitere Angriffe auf Tanklaster an.

Beobachter erwarten, dass Pakistan die Grenze für Nachschublieferungen der NATO öffnet, sobald die öffentliche Verärgerung über den Tod der Soldaten in Pakistan abgeklungen ist