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Schweden demonstrieren gegen Rechtspopulisten

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Schweden demonstrieren gegen Rechtspopulisten

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Vor dem Reichstag in Stockholm haben rund 4500 Menschen gegen den Einzug der rechtspopulistischen Schwedendemokraten ins Parlament demonstriert. Diese hatten bei den Wahlen vor zwei Wochen 20 der 349 Mandate errungen. Und Ministerpräsident Frederik Reinfeldt um seine Regierungsmehrheit gebracht. Der will an diesem Dienstag sein neues Kabinett vorstellen. Seiner Minderheitskoalition fehlen zwei Sitze zur Mehrheit.

Redner der linken Opposition betonten – wie auch Reinfeldt – nicht mit den Rechtspopulisten zusammenarbeiten zu wollen. Doch genau die Stimmen der Schwedendemokraten waren es, die dem konservativen Parlamentspräsidenten Per Westerberg am Montag zur Wiederwahl verhalfen. Weil die linke Opposition einen eigenen Kandidaten präsentierte.

Die Schwedendemokraten wenden sich gegen Einwanderer und den Islam. Sie erhoffen sich Einfluss als Mehrheitsbeschafferin ähnlich der dänischen DVP. Ihr wird zugeschrieben, dass Dänemark inzwischen die härtesten Zuwanderungsbeschränkungen in Westeuropa hat.