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Wie real ist die Terrorbedrohung für Deutschland und Frankreich?

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Wie real ist die Terrorbedrohung für Deutschland und Frankreich?

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Nach den USA und Kanada hat nun auch Japan eine Reisewarnung für bestimmte europäische Länder herausgegeben. Besuchern wird geraten, in der Nähe öffentlicher Gebäude, in öffentlichen Verkehrsmitteln und rund um Touristenattracktionen besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen. Es heisst, mit erhöhten Risiken sein überall in Europa zu rechnen, besonders aber in Frankreich und Deutschland.
Die dortigen Behörden wiegeln ab, worin der Sicherheitsexperte Joseph Henrotin von Pariser “Zentrum für Analyse und Vorbeugung von Risiken” “nichts als Fatalismus” sieht.
Er sagt, von dem Moment an, da ein dauerhaftes Risiko vermutet werde, würden natürlich die notwendigen Mittel eingesetzt. Wie, das sei abhängig von der Sensibilität gegenüber so einem Dauerrisiko. Und dann ändere sich die Einstellung dazu je nach Bedrohungslage.

Seit den Anschlägen auf die Hotels im indischen Bombay im November 2008 haben die europäischen Geheimdienste eine Sorge mehr. Angriffe in dieser Größenordnung auf mehrere Ziele gleichzeitig – das gab es bis dahin nur am 11. September 2001 in den USA.

Der Fachmann betont, nichts sei so effktiv wie gleichzeitig mehrere schwere Angriffe zu verüben. Von außen betrachtet erscheine das relativ einfach. In der praktischen Umsetzung sei es aber eine sehr komplizierte Sache. Deshalb kommt er zu dem Schluß, für al Kaida mit seinen derzeit bekannten Methoden sei das zu kompliziert.

Und laut Bericht der Anti-Terror-Koordinatoren der EU geht die größte Bedrohung für Europa nach wie vor von al Kaida aus. Darum werden die EU-Staaten aufgefordert, sich nicht allein um zugereiste Personen zu kümmern sondern sich verstärkt auf potenzielle terroristische Bewegungen zu konzentrieren, an denen Bürger des eigenen Staates beteiligt sein könnten.