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Cameron: Kindergeldkürzungen seien gerecht

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Cameron: Kindergeldkürzungen seien gerecht

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Großbritanniens Regierungschef David Cameron hat seine umstrittenen Sparpläne verteidigt. Sie sehen beispielsweise vor, dass Besserverdienende zukünftig kein Kindergeld mehr bekommen. Mit der Maßnahme will Cameron das Haushaltsdefizit in den Griff bekommen. Die betroffene Mutter Ruth Doherty kritisiert: “Es ist eine Schande, dass das Kindergeld gestrichen wird. Es ist gut, Unterstützung zu bekommen, während ich nicht arbeite.”

Sie arbeitet nicht, aber ihr Partner fällt knapp ins Raster der Besserverdienenden. Dass ihre Freundin weiter Kindergeld erhält, findet sie ungerecht; beide seien schließlich in der gleichen Situation.

Das Kindergeld von etwa 87 Pfund pro Monat wird für die Briten gestrichen, die den Spitzensteuersatz zahlen müssen. Das sind nur rund 10 Prozent der Steuerzahler. Die Einsparung von einer Milliarde Pfund ist bei einem Haushaltsloch von 150 Milliarden jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Auf dem Parteitag der Tories verteidigte Cameron seine Sparpolitik: “Ich sage nicht, dass es leicht wird, was wir beim Kindergeld sehen. Aber es ist gerecht, dass finanziell Bessergestellte auch mehr bezahlen.”

Bei seiner Rede trug Cameron übrigens ein Hemd, dass laut Beobachtern 750 Pfund gekostet haben soll – über die Hälfte des jährlichen Kindergelds.