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EU und Südkorea unterzeichnen Freihandelsabkommen

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EU und Südkorea unterzeichnen Freihandelsabkommen

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Die EU und Südkorea haben eine weitgehende Abschaffung von Zöllen und die Öffnung ihrer Märkte ab nächstem Juli vereinbart. Am Rande des EU-Südkorea-Gipfels unterzeichneten EU-Handelskommissar Karel de Gucht und der südkoreanische Staatspräsident Lee Myung Bak das Freihandelsabkommen. Nun muss noch das Europaparlament der Vereinbarung zustimmen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lobte die Übereinkunft: “Dieser Vertrag ist der wichtigste Handelsdeal, den die EU jemals mit einem anderen Land abgeschlossen hat. Und es ist das erste Freihandelsabkommen mit einem asiatischen Staat.”

Die Übereinkunft sieht vor, dass Südkorea jährlich auf rund 1,6 Milliarden Euro an Zöllen verzichtet, die EU auf 1,1 Milliarden. Europäische Autobauer allerdings kritisierten, der Deal verschaffe der südkoreanischen Konkurrenz unfaire Vorteile. Die Elektronikbranche hingegen könnte profitieren, so etwa Philips oder auch der südkoreanische Konzern Samsung. Skeptisch zeigten sich die USA und Japan: Sie befürchten, in Europa und Asien Marktanteile zu verlieren.