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Gilftschlamm soll Donau nicht erreichen

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Gilftschlamm soll Donau nicht erreichen

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Nach dem schweren Giftschlamm-Unglück in Ungarn versuchen die Katastrophenhelfer nun zu verhindern, dass der Rot-Schlamm die Donau erreicht.

Das Aufräumen nach dem Chemieunfall wird der Regierung zufolge Monate, wenn nicht gar Jahre
dauern.

Eine giftige Schlammlawine aus einer Aluminiumhütte hatte sich am Montag über mehrere Ortschaften in Westungarn ergossen.

Nachdem der Damm des Speicherbeckens einer Aluminiumhütte gebrochen war, waren im Ort Kolontar vier Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden.

Aetzender Bauxitschlamm hatte mehrere Ortschaften und zahlreiche Felder teils meterhoch überspült.

Durch die Aufräumarbeiten würden Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro entstehen, teilten die Behörden mit. Auch ein Hilfsgesuch an die EU wird daher in Erwägung gezogen.

Die Europäische Union trägt nach Ansicht der
Umweltorganisation WWF eine Mitschuld an der Giftschlamm-Katastrophe: “Die EU-Sicherheitsstandards für die Abfallentsorgung in
der Bergbau-Industrie sind viel zu niedrig”, sagte der Leiter des Wasserbereichs beim WWF. So dürften als Absicherung der Becken einfache Erdbaudämme eingesetzt werden. Bei kritischem Hochwasser hielten diese aber nicht immer stand.