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Verseuchung der Donau soll verhindert werden

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Verseuchung der Donau soll verhindert werden

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Nach der Giftschlamm-Katastrophe in Ungarn, sollen die Aufräumarbeiter nun verhindern, dass die Schlamm-Fluten die Donau erreichen.

Bei der bisher schlimmsten Umweltkatastrophe in Ungarn hatte giftiger Industrieschlamm aus einer Aluminiumhütte im Westen des Landes mehrere Orte überschwemmt und vier Menschen in den Tod gerissen.

Über kleinere Nebenflüsse droht der toxische Schlamm nun die nahe Donau zu erreichen,- was die Katastrophenhelfer unter allen Umständen verhindern wollen.

In den betroffenen fünf Ortschaften bietet sich den Helfern ein Bild der Verwüstung. In Kolontar stand der rote natronlaugehaltige Bauxitschlamm meterhoch. Die Schlammlawine begrub Hunderte Häuser, Autos und Gärten.

Eine Einwohnerin: “Mir sind nur die Schuhe geblieben. Alles andere habe ich verloren und sie lassen mich nicht einmal in mein Haus zurück.”

Denn noch ist die Gefahr längst nicht gebannt: Über hundert Menschen mussten mit Verätzungen ins Krankenhaus. Umweltschützer warnten nun besonders vor einer möglichen Verschmutzung des Trinkwassers.

Die Regierung verhängte unterdessen den Notstand über die drei betroffenen westungarischen Bezirke.