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Giftschlamm: Budapest bittet um Hilfe

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Giftschlamm: Budapest bittet um Hilfe

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Nach dem Chemieunfall in Westungarn hat die Regierung in Budapest um internationale Hilfe gebeten. Der Giftschlamm gelangte inzwischen aus einem kleinen Fluss in die Donau. Eine unmittelbare Gefahr aber drohe nicht, berichteten ungarische Medien unter Berufung auf den Katastrophenschutz. Eine giftige Schlammlawine aus einem Bauxitwerk hatte sich am Montag über mehrere Ortschaften ergossen. Im Ort Kolontar waren vier Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Ministerpräsident Viktor Orban, der die Katastrophenregion besuchte, sprach von einer ökologischen Tragödie, wie man sie in Ungarn bisher nicht gekannt habe. Die Menschen seien verzweifelt, sie hätten das Vertrauen verloren. Vor zwei Wochen habe eine Kontrolle stattgefunden, in dem offiziellen Bericht habe es geheißen, alles sei in Ordnung. Was das bedeute, könne man in Augenschein nehmen. Auch bat Orban um internationale Hilfe bei der Beseitigung der Schäden. Sie belaufen sich voraussichtlich auf Dutzende Millionen Euro. Die Aufräumarbeiten könnten bis zu einem Jahr dauern.