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Chemie-Unfall in Ungarn: Staatsanwaltschaft ermittelt

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Chemie-Unfall in Ungarn: Staatsanwaltschaft ermittelt

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Im Zusammenhang mit dem verheerenden Chemieunfall in Ungarn ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Eine giftige Schlammwelle aus einem Bauxitwerk hatte sich am Montag über mehrere Ortschaften in Westungarn ergossen. Durch die stark ätzende Brühe waren vier Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Während die Fabrik Vorwürfe zurückwies, sie habe zu geringe Sicherheitsvorkehrungen getroffen, forderte der Bürgermeister der am schwersten betroffenen Ortschaft Kolontar rechtliche Konsequenzen: “Wir saßen auf einer Zeitbombe, die jetzt explodiert ist. Die Verantwortlichen werden gnadenlos zur Rechenschaft gezogen werden. Wer so etwas tut, kommt nicht ungestraft davon.”

Die in den Fluss Marcal geflossene, stark alkalsche Brühe wurde teilweise mit Gips und anderen Stoffen neutralisiert. Inwieweit der Giftstrom auch die Donau verunreinigen wird, ist noch unklar. Das ungarische Wasserwirtschaftsamt geht aber davon aus, dass der Schlamm in wenigen Tagen die Donau erreichen wird.