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Giftschlamm erreicht Donau

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Giftschlamm erreicht Donau

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Der rote Giftschlamm aus dem westungarischen Aluminiumwerk hat am Donnerstag die Donau erreicht. Während in den umliegenden Ortschaften Katastrophenschutz Polizei, Militär und Anwohner mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren, gelangte bei Györ der Chemieabfall in einen Donau-Seitenarm. Über Marcal und Raab hatte die rote laugenhaltige Brühe die Donau erreicht.

Ministerpräsident Viktor Orban machte sich vor Ort ein Bild von der Lage: “Was ich sah ist fürchterlich. Dies ist die erste und vermutlich größte Umweltkatastrophe dieser Art, die je in Ungarn passiert ist. Die Menschen sind verzweifelt”, sagte Orban in Kolontar.

Am Zusammenfluss von Marcal und Raab schütten die Einsatzkräfte weiter Gips in das Wasser. Die laugenhaltige Brühe konnte dadurch so weit verdünnt werden, dass sie nach Auffassung der Behörden kaum noch gefährlich ist. Der pH-Wert liegt unter 10. Normal wäre ein pH-Wert von 6 bis 8. Gefährlich an dem Giftschlamm sind zum einen die hochgradig ätzende Natronlauge, die er enthält, zum anderen die hochgiftigen Eisen- und Titanoxide.