Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Roter Giftschlamm erreicht Donau


Ungarn

Roter Giftschlamm erreicht Donau

Der rote Giftschlamm aus dem westungarischen Aluminiumwerk hat am Donnerstag die Donau erreicht. Während in den umliegenden Ortschaften Katastrophenschutz Polizei, Militär und Anwohner mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren, gelangte bei Györ der Chemieabfall in einen Donau-Seitenarm. Über Marcal und Raab hatte die rote laugenhaltige Brühe die Donau erreicht.

“In einigen Gegenden sieht es aus wie auf dem Mars. Weder Flora noch Fauna wird da gedeihen. Die Flüsse könnten sterben. Das größte Problem aber ist der Staub. Wenn der Schlamm trocknet, kann der Wind die Schwermetalle verwehen”, klagt Balas Tomory von der ungarischen Sektion der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Am Zusammenfluss von Marcal und Raab schütten die Einsatzkräfte weiter Gips in das Wasser. Durch den Zusatz von Gips konnte die laugenhaltige Brühe so weit verdünnt werden, dass sie nach Auffassung der Behörden kaum noch gefährlich ist.

Der pH-Wert liegt unter 10. Normal wäre ein pH-Wert von 6 bis 8. Gefährlich an dem Giftschlamm sind zum einen die hochgradig ätzende Natronlauge, die er enthält, zum anderen die hochgiftigen Eisen- und Titanoxide.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Verträge hier und da: Wen Jiabao auf Europa-Reise