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Weltbank und IWF wollen Währungskrieg vermeiden

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Weltbank und IWF wollen Währungskrieg vermeiden

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Vor dem Treffen der G7-Finanzminister bei der Jahrestagung des IWF in Washington sorgen die Währungsturbulenzen unter anderem auch rund um den chinesischen Yuan erneut für Diskussionen. China wird vorgeworfen, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten, um seine Exporte zu unterstützen. Der Chef der Weltbank Robert Zoellick hält diese Entwicklung für bedenklich. “Die Industriestaaten pumpen Geld in den Markt”, sagte er, “manche Schwellenländer straffen ihre Währungspolitik, manche Länder intervenieren am Devisenmarkt um ihre Währung zu schwächen und den Exporteuren zu helfen und all das verursacht große internationale Spannungen.”

Der Direktor des internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn forderte China auf, den Yuan aufzuwerten – andernfalls könnte die Lage tatsächlich bedrohlich werden. “Viele sprechen schon von einem Währungskrieg, ich glaube, auch ich habe dieses Wort verwendet”, so Strauss-Kahn. “Es mag zu militärisch klingen, aber es stimmt, dass manche Länder ihre Währung als Waffe sehen und das ist nicht gut für die Weltwirtschaft.”

Auch die Vorgangsweise Japans, das an den Devisenmärkten intervenierte, dürfte in Washington zur Sprache kommen. Während die Weltbank Kritik an Japan vermied, kamen aus dem IWF bereits deutliche Warnungen an Tokio.