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Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

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Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

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Der Nobelpreis für Frieden geht an den chinesischen Bürgerrechtler und Schriftsteller Liu Xiaobo. Der zur Zeit inhaftierte Ehrenvorsitzende des chinesischen PEN-Clubs unabhängiger Schrifsteller gehört seit zwei Jahrzehnten zu den wichtigsten Denkern der Demokratiebewegung in China. Damit vergab der norwegische Nobelkomitee erstmals den Friedenspreis an einen Chinesen. Komiteechef Thorbjrn Jagland begründete die Entscheidung mit dem “langen gewaltlosen Kampf” Lius für “zentrale Menschenrechte” in seinem Land. In der Begründung hieß es weiter: “In China sind die Freiheitsrechte weiter eindeutig eingeschränkt.” Schon nach der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung von 1989 musste der damalige Literaturdozent 20 Monate in Haft. 1996 wurde er erneut zu drei Jahren Haft verurteilt. Liu Xiaobo hat die sogenannte Charta 08 mitentworfen, ein Manifest, in dem ein Ende der Ein-Parteien-Herrschaft in China und Bürgerrechte gefordert werden. Im Dezember 2008 wurde er festgenommen und zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt.