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Nach Giftunfall: Anrainer überwachen Donau

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Nach Giftunfall: Anrainer überwachen Donau

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Wie sehr ist die Donau von dem Giftunfall in Ungarn betroffen? Den Fischen geht es bislang gut in Bezdan, im Nordwesten Serbiens, wo Europas zweitlängster Strom ins Land fließt. Doch in Ungarn, wo die verunreinigte Raab in die Donau mündet, wurden tote Fische entdeckt. Die Behörden in Kroatien und Serbien wollen die Wasserqualität deshalb genau überwachen. Außerdem passiert die Donau Rumänien, Bulgarien, kurz auch Moldawien und die Ukraine, bevor sie ins Schwarze Meer fließt.

Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) geht bislang aber nicht davon aus, dass das Unglück internationale Folgen haben wird. Gestern war an der Einmündung der Raab ein erhöhter ph-Wert gemessen worden. Eine unmittelbare Gefahr besteht laut ungarischem Katastrophenschutz aber bislang nicht.

Im Ort Kolontar, der am Montag vom giftigen Schlamm aus einem Bauxitwerk überschwemmt worden war, geht das Aufräumen weiter. Doch Umwelt und Häuser bleiben verseucht. Bei einer Dorfversammlung haben sich die meisten Bewohner dafür ausgesprochen, in der Nähe eine neue Siedlung zu bauen. Die ungarische Regierung bat die EU-Länder darum, Experten zu entsenden. Außerdem will sie Gelder aus einem EU-Hilfsfonds beantragen.