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US-Streitkräfte finanzieren indirekt Taliban

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US-Streitkräfte finanzieren indirekt Taliban

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Die USA und Großbritannien finanzieren indirekt den Aufstand der Taliban gegen die Internationale Schutztruppe in Afghanistan. Zu diesem Schluß kommt eine am Donnerstag vorgelegte Untersuchung des US-Senats. Britische und amerikanische Sicherheitsfirmen würden Afghanen anstellen, die Verbindungen zu den Taliban und zum iranischen Geheimdienst haben, heißt es in dem Bericht des Senates.

“Die bei den vom Verteidigungsministerium engagierten privaten Sicherheitsunternehmen weitverbreitete Praxis, bewaffnetes Sicherheitspersonal nicht angemessen zu überprüfen, auszubilden und überwachen, stell eine erhebliches Sicherheitsrisiko für Truppen der USA, unserer Verbündeten und die afghanische Zivilbevölkerung dar”, klagte der demokratische Senator Carl Levin aus Michigan, der dem Streitkräfteausschuß vorsteht.

So sei zum Beispiel den US-Truppen nicht bekannt gewesen, wer das Sicherheitspersonal an einem ihrer Luftwaffenstützpunkte kommandiere. In einem anderen Fall habe die US Luftwaffe ein Haus bombardiert, in dem sich ein mutmaßlicher Taliban Anführer aufhielt. Später habe sich herausgestellt, dass es sich um den Neffen eines Afghanen handelte, der für das Sicherheitspersonal eines US-Stützpunktes verantwortlich war und dem der Talibantreffpunkt gehörte.