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Angst vor neuer Schlammwelle: Kolontar evakuiert

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Angst vor neuer Schlammwelle: Kolontar evakuiert

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In Ungarn wächst die Angst vor einer weiteren Giftschlammwelle. Deshalb wurde der Ort Kolontar vorsorglich evakuiert, 800 Menschen sind betroffen. Kolontar und vier weitere Orte waren am Montag von der laugenhaltigen Schlammlawine aus einem geborstenen Auffangbecken überrollt worden. Die Welle riss mindestens sieben Menschen in den Tod. Mehr als 150 Menschen wurden verletzt, die meisten erlitten Verätzungen.

Gefahr für die Donau besteht laut ungarischem Katastrophenschutz nicht. Stromabwärts beziehen einige angrenzende Städte aus dem Fluss ihr Trinkwasser.

In dem geborstenen Becken lagert Rotschlamm aus einer Aluminiumfabrik. Warum der Damm einbrach, ist unklar. Nun befürchten Katastrophenschützer, das weitere Teile der Befestigung nachgeben. Meteorologen zufolge hat es in Ungarn in diesem Jahr besonders stark geregnet. Dies könne den Damm durchweicht haben.

Laut Greenpeace ist die Konzentration der Schwermetalle Quecksilber und Arsen höher als sonst üblich bei Rotschlamm. Die Umweltschutzorganisation warf der ungarischen Regierung vor, die wahren Giftmengen verschweigen zu wollen.