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Bohrer in Chile vor Durchbruch

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Bohrer in Chile vor Durchbruch

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In Chile stehen die Rettungsteams vor dem Durchbruch. Der Schacht zur Bergung der verschütteten Bergleute ist fast vollständig auf 70 Zentimeter verbreitert. Unklar ist, ob die Kumpel das Schachtende mit einer Sprengung verbreitern müssen. Und dann muss noch entschieden werden, ob die Wände ganz oder teilweise verstärkt werden.

Chiles First Lady Cecilia Morel Montes sprach den wartenden Angehörigen Mut zu: “Wir kennen das genaue Datum nicht. Die Priorität des Präsidenten war und bleibt die Sicherheit der Arbeiter. Sie sollen so schnell wie möglich freikommen. Aber der Schutz ihres Lebens hat absolut Vorrang.”

Der Mineneingang in der Atacama-Wüste ist zu einem Ort gewachsen. Seit dem Erdbeben vom 5. August, bei dem die Männer verschüttet wurden, haben ihre Frauen und Familien das Camp Esperanza gebaut: “Hoffnung”.

Einer der 33 Kumpel ist Bolivianer. Inzwischen traf auch dessen Gattin ein: “Ich bin glücklich und ein bisschen nervös”, sagt sie, “ich weiß noch gar nicht, was ich an dem Tag machen werde. Ich hoffe und will meinen Mann nur an mich drücken.”

Auch die Präsidenten Chiles und Boliviens, Sebastián Piñera und Evo Morales, wollen die Kumpel empfangen. Erwartet werden zudem tausende Journalisten. Es sind die letzten Tage der langen Hoffnung, im Camp Esperanza.