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Höherer Schadstoffgehalt als angenommen


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Höherer Schadstoffgehalt als angenommen

Umweltschützern zufolge ist der Schadstoffgehalt des in Ungarn ausgetretenen Gift-Schlamms weit höher als von der Regierung zugegeben. 
 
 Der laugenhaltige Industrieschlamm aus dem Auffangbecken einer Aluminiumhütte hatte sich am montag über Kolontar und vier weitere Orte im Westen Ungarns ergossen.
 
Die ungarische Regierung behauptet, man habe die Lage im Griff: “Wir haben alles organisieren können und die Lage ist unter Kontrolle. Wir müssen uns künftig besser vorbereiten, ja, das ist sicher richtig. Soviel Chemiekalien dürfen nicht wieder ins Wasser gelangen.”
 
Analysen verschiedener Umweltschutz-Organisationen ergaben jedoch, dass der Schadstoffgehalt des Schlamms weit größer ist als von der Regierung zugegeben. Demnach sind vor allem die Arsen- und Quecksilber-Werte gefährlich hoch. Ein Sprecher von Greenpeace-Ungarn:
 
“Wir verstehen nicht, weshalb die Behörden verkünden, es bestehe keine Gefahr, alles sei sicher. Unsere Analysen zeigen, dass es sehr wohl gefährlich ist da draußen. Einige Werte liegen deutlich über dem zulässigen Niveau.”
 
Die Zahl der Opfer hat sich auf mittlerweile sieben Tote und mindestens 150 Verletzte erhöht.
Die meisten erlitten Verätzungen.
 
Insgesamt sind rund 40 Quadratkilometer Land von der Katastrophe betroffen. Die Aufräumungsarbeiten des Katastrophenschutzes und freiwilliger Helfer werden vorraussichtlich bis zu einem Jahr dauern.

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