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Obamas Personalkaroussel dreht sich weiter

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Obamas Personalkaroussel dreht sich weiter

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US-Präsident Barack Obama muss auf einen weiteren engen Mitarbeiter verzichten: Sicherheitsberater General James Jones gibt sein Amt auf.

Jones, ein Viersternegeneral, war von 2003 bis 2006 oberster NATO-Kommandeur in Europa, bevor er nach 40 Jahren Dienst aus dem Militär ausschied.

Obama würdigte zum Abschied seine Verdienste: Dazu gehörten eine Neuorientierung beim Afghanistan-Kurs und im Kampf gegen die Terrororganisation Al-Kaida.

Neuer Sicherheitsberater wird Jones’ bisheriger Stellvertreter, Thomas Donilon.

Obama:
“In den vergangenen beiden Jahren gab es kein Thema der Nationalen Sicherheit, das nicht durch Toms Hände gegangen ist. Er hat das Spezialistenteam und den Entscheidungsprozess gemanagt.”

Der Rückzug war zwar erwartet worden:) Jones hatte schon bei seinem Amtsantritt klar gemacht, dass er nur zwei Jahre bleiben wolle.

Trotzdem wird spekuliert, dass Differenzen über den Afghanistan-Krieg die Entscheidung beschleunigt haben.

Der neue Sicherheitsberater Donilon war in den 90er Jahren Stabschef im Aussenministerium (des damaligen Außenministers Warren Christopher und hatte Obama schon während des Wahlkampfs 2008 in außenpolitischen Fragen beraten. In der Afghanistan-Debatte vertritt die Auffassung, dass die USA nicht in einen “endlosen Krieg” steuern dürften – Jones tritt für ein langfristiges Engagement in Afghanistan und Pakistan ein.

Jones ist der vierte enge Mitarbeiter, der Obama verlässt. Unter anderem gehen Wahlkampfmanager David Axelrod und Stabschef Rahm Emanuel, der bei den Bürgermeisterwahlen in Chicago antreten will. Wirtschaftsberater Lawrence Summer strebt als Professor zurück an die Harvard-Universität.

In den Vereinigten Staaten stehen am 2. November Kongresswahlen an.