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Sorge vor neuer Giftschlammwelle

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Sorge vor neuer Giftschlammwelle

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Ungarn fürchtet eine neue Welle Giftschlamm. Das Dorf Kolontar wurde vorsorglich evakuiert. Laut der ungarischen Regierung gibt es neue Risse im Auffangbecken der Aluminiumfabrik. Die gesamte Konstruktion droht einzustürzen und es könnten bis zu 500.000 Kubikmeter Giftbrühe auslaufen.

Am Montag ergossen sich fast eine Million Kubikmeter Giftschlamm in das Dorf Kolontar und vier weitere Orte. Sieben Menschen wurden dabei getötet, 150 verletzt, die meisten erlitten Verätzungen.

Das Reservoir in Kolontar galt seit langem als gefährlich, da es so nah an einem bewohnten Gebiet angelegt war.

Der Umweltorganisation WWF zufolge hätte das Desaster verhindert werden können. Auf Luftbildern vom vergangenen Juni sei klar erkennbar, dass die Dämme marode waren und Lecks aufwiesen. Giftiger Rotschlamm war schon damals in die Kanäle rund um die Fabik gelangt.

Das Ökosystem der Donau kam offenbar nicht zu Schaden, meldete Greenpeace.