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Kirgistan: politisches Experiment mit ungewissem Ausgang

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Kirgistan: politisches Experiment mit ungewissem Ausgang

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Im zentralasiatischen Kirgistan wählen heute die Bürger ein neues Parlament. Nur sechs Monate nach dem Sturz von Präsident Kurmanbek Bakijew, der von heftigen Ausschreitungen mit fast 2000 Toten belgleitet war.

Die Wahl soll gleichzeitig den Übergang von einem Präsidialregime zu einer parlamentarischen Demokratie markieren. Sollte das gelingen, wäre es die erste in der Region.

Doch viele Beobachter zweifeln, dass dies so reibungslos pssieren wird, wie Übergangspräsidentin Rosa Otunbajewa hofft. Öffentlich unterstrich sie die Hoffnung auf ein ausgewogenes Parlament mit Mehrheit und Opposition – also auch mit den Anhängern des gestürzten Präsidenten Bakijew.

Doch könnte genau das könnte zum Problem werden: die Wähler in Osh und anderen südkrigiesischen Hochburgen des früheren Machthabers könntend die ihm nahestehende Partei Ata-Schurt zur dritten Kraft im Lande machen.

Gleichzeitig hat aber die Staatanwaltschaft in der Hauptstadt Bischkek Ermittlungen gegen die Partei aufgenommen – wegen des Verdachts auf Anstachelung zum ethnischen Hass und zu Gewalttaten.