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Neuer Giftschlamm-Alarm in Kolontar

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Neuer Giftschlamm-Alarm in Kolontar

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Fünf Tage nach dem schweren Chemieunfall in Ungarn wurde das Örtchen Kolontar evakuiert – besser gesagt, das was die rote Flut vor knapp einer Woche davon übrig gelassen hat.

Einsatzkräfte begannen mit dem Bau eines monströsen Auffangdammes quer durch den Ort.

Es bestehe die Gefahr eines neues Lecks im Abfallbecken für giftigen Bauxitschlamm, so Ungarns Regierungschef Viktor Orban:

“Die Schäden sind riesig, Menschen haben ihr Leben verloren, und die Lebensgrundlagen in der Gegend sind zerstört. Dafür muss es Verantwortliche geben. Und die müssen eine angemessene Strafe bekommen.”

Bereits auf einem Luftbild vom Juni seien die Wände des Schlammbeckens bereits
marode gewesen, klagt der WWF.

Sieben Tote, 150 Verletzte, hunderte, die nicht in ihre Häuser zurückkönnen – das ist eine schwere Last für die Betreiberfirma Mal AG. Sie war von Privatleuten im Jahr 1995 gegründet worden, im Zug der Privatisierung der ungarischen Aluminiumindustrie.

Die Eigentümer werden dem sozialistischen Óligarchen-Milieu zugerechnet.

Orbans Rechtskonservative hatten im Mai die sozialistische Linke an der Macht abgelöst.