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Nordkorea: dynastischer Machtwechsel immer wahrscheinlicher

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Nordkorea: dynastischer Machtwechsel immer wahrscheinlicher

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In Nordkorea mehren sich die Zeichen eines zweiten Machtwechsels innerhalb der Familie: Gemeinsam mit seinem Sohn Kim Jong Un hat der kränkelnde Machthaber Kim Jong Il eine große Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang abgenommen.

Politische Beobachter glauben, dass der wohl 27-Jährige durch öffentliche Präsenz als Nachfolger aufgebaut werden soll. So war es das erste Mal, dass Kim seinen Sohn bei einem öffentlichen Auftritt direkt den Bürgern präsentierte.

Offizielle chinesische Medien berichteten gleichzeitig, der Vizepräsident des nordkoreanischen Parlaments, Yang Hyong Sop, habe zum ersten Mal auch offiziell bestätigt, dass Kim Jong Un Nachfolger seines Vaters werden soll.

Kim Jong Un war in der vergangenen Woche zum Vier-Sterne-General ernannt worden und bekleidet mittlerweile mehrere hohe Funktionen im nordkoreanischen Staatsapparat.

In Südkorea ist unterdessen der prominenteste und bisher ranghöchste nordkoreanische Überläufer tot aufgefunden worden. Der frühere Parteifunktionär und politische Mentor Kim Jong Ils, der 87-jährige Hwang Jang Yop, starb offenbar an einem Herzinfarkt. Seit seiner Flucht vor 13 Jahren hatte Nordkorea wiederholt über seine Staatsmedien mit der Ermordung Hwangs gedroht.