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Ungarn: Angst vor neuer Giftschlammwelle wächst

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Ungarn: Angst vor neuer Giftschlammwelle wächst

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In Ungarn ist die Gefahr einer neuen Giftschlammwelle noch nicht gebahnt. Das Becken der Aluminiumfabrik weist Risse auf und die marode Mauer wird früher oder später wegbrechen.

Einsatzkräfte arbeiten unter Hochdruck am Bau eines Auffangdamms, um den Schaden zu begrenzen. Das Reservoir enthält derzeit 500.000 Kubikmeter Giftbrühe.

Laut dem ungarischen Umweltminister ist eine zweite Welle unvermeidbar: “Unsere Analysen haben ergeben, dass die Mauer nachgeben wird. Das ist sicher. Die Mauer bewegt sich, denn sie steht unter großem Druck. Sie hielt mehrere Millionen Kubikmeter Rotschlamm. Sie wird zusammenbrechen.”

In der Ortschaft Kolontar gehen unterdessen die Aufräumarbeiten weiter. Die Behörden haben das Tragen von Masken und Schutzbrillen angeordnet. Denn der Staub des getrockneten Rotschlamms ist sehr giftig.

Bei dem Chemie-Unfall am Montag kamen sieben Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt.

Die Langzeitfolgen des Desasters sind noch nicht absehbar. Die Bewohner der Region verloren ihr Hab und Gut, Felder und Flüsse wurden verseucht.