Eilmeldung

Eilmeldung

Angst bei Familien der Verschütteten in Chile vor der Rettung

Sie lesen gerade:

Angst bei Familien der Verschütteten in Chile vor der Rettung

Schriftgrösse Aa Aa

Die Angehörigen der verschütteten Bergleute in Chile erwarten die groß angelegte Rettungsaktion an diesem Mittwoch morgen mitteleuropäischer Zeit.

Die Stimmung in dem Zeltlager, das den Namen “Hoffnung” trägt, ist angespannt.

Etwas mehr als zwei Monate sind seit dem Unglück vergangen, bei dem 33 Kumpel verschüttet wurden.

“Natürlich lachen wir, aber in unserem Inneren sieht es ganz anders aus”, so diese Frau. “Wir haben Angst. Der Bohrer ist unten angekommen, aber noch wissen wir nicht, ob bei der Rettung alles nach Plan laufen wird, und ob wir sie hier oben wieder in unsere Arme schließen können.”

Der jüngste der unter Tage Eingeschlossenen ist gerade erst einmal 19 Jahre alt.

“Ich werde hier warten wenn er herauskommt”, so sein Vater, “und das werden die längsten zwei Stunden der vergangenen zwei Monate. Es wird dann wie eine Wiedergeburt sein, ich werde dann zum zweiten Mal Papa.”

Die Bergleute sollen am Mittwoch morgen mit einer Rettungkapsel aus 600 Metern Tiefe gerettet werden.

Eine Fahrt nach oben wird dabei laut den Planungen etwa eine halbe Stunde dauern.