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Countdown für Rettung chilenischer Bergleute

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Countdown für Rettung chilenischer Bergleute

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Für die 33 in Chile verschütteten Bergleute hat der Countdown ihrer Befreiung begonnen. Am Samstag war die Rettungsbohrung zu ihnen vorgedrungen. Danach begannen Arbeiter den unteren Teil des Schachts mit Stahlrohren abzusichern. Die Bergung der Männer könnte am Mittwoch beginnen. Sie gilt als sehr riskant, weil sich Geröll im Schacht lösen und die Bergungskapsel blockieren könnte. Die Angehörigen der Verschütteten versuchen mit Gebeten die Gefahren der Hightech-Aktion zu bannen. Seit dem 5. August sind die Männer in 700 Metern Tiefe gefangen – zwei Wochen dauerte es, bis erste Lebenszeichen hochdrangen. Für die Familien ein Alptraum, der am Mittwoch enden soll. “Ich bin glücklich, weil mein Sohn bald rauskommt. Es ist ein von Gott gegebenes Wunder, dass er und die anderen am Leben sind,” sagte die Mutter eines Kumpels am Sonntag. Jetzt muss eine Generalprobe erweisen, ob der Plan, die Minenarbeiter mit einem schmalen Aufzug hoch zu ziehen, aufgeht. 53 Zentimeter Durchmesser hat der so genannte Phönix. Er wird zunächst zwei Rettungsleute hinunter bringen, die die Kumpel instruieren sollen. Pro Auffahrt rechnet man bis bis zu einer Stunde. Insgesamt könnte es also zwei Tage dauern, bis alle Bergleute an die Oberfläche gebracht sind.