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Der gar nicht nette "Mr Nice"

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Der gar nicht nette "Mr Nice"

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Er war einer der erfolgreichsten
Marihuanaschmuggler und stand ganz oben auf der Fahndungsliste des FBI. Die Rede ist von Howard Marks, alias “Mr Nice”.

Während der 1980er Jahre führte Howard Marks 43 Decknamen, hielt 89 Telefonanschlüsse und war Eigentümer von 25 Firmen rund um den Globus. Darunter waren Wettbüros, Tonstudios und Offshore-Banken in der Karibik. Sie alle dienten der Geldwäsche und damit Marks Hauptgeschäft, dem Drogenhandel.

Seine Autobiographie wurden nun von dem Briten Bernard Rose verfilmt. Dieser weiß um die polarisierende Wirkung der Thematik:

“Das Wort Drogen ist ein sehr gefühlsgeladener Begriff. Der Film beleuchtet zwei unterschiedliche Aspekte: einerseits das Verbot bzw. die Legalität und andererseits die Abhängigkeit von Drogen. Die Leute bringen diese Seiten oft durcheinander.”

Howard Marks saß sieben Jahre in einem US-Gefängnis. Nach seiner Freilassung zahlte ihm ein Verlag 100.000 Pfund Vorschuss für seine Autobiographie. Das Buch “Mr Nice” erschien 1996 und wurde umgehend zum Bestseller. Im Film wird Marks von Rhys Ifans verkörpert. Im wahren Leben sind die beiden seit 14 Jahren miteinander befreundet.

Schon früh haben die beiden über die Rollenverteilung im Falle einer filmischen Umsetzung gesprochen, so Ifans:

“Damals sprachen wir über unsere Vorhaben – das Buch selbst war damals noch nicht geschrieben und somit war eine Veröffentlichung noch lange nicht spruchreif. Rhys war zwar schon Schauspieler, aber lange nicht so bekannt wie heute. Dennoch vereinbarten wird, dass er im Falle einer Verfilmung meine Rolle spielen soll.”

In Deutschland ist “Mr Nice” ab sofort in den Kinos zu sehen.