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Direktor von Aluminiumunternehmen festgenommen

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Direktor von Aluminiumunternehmen festgenommen

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Die Einsatzkräfte in Ungarn haben ihren Kampf gegen eine zweite Giftschlammwelle fortgesetzt. Ein neuer Auffangdamm in der Ortschaft Kolontar soll bis Dienstag fertig gestellt werden, teilte der ungarische Katastrophenschutz mit. Die einen Kilometer lange und vier Meter hohe Mauer soll eine weitere ätzende Schlammlawine aus dem geborstenen Becken eines Aluminiumwerkes aufhalten. Dort droht seit dem Wochenende, eine weitere Dammmauer zu brechen. 4000 Arbeiter und 300 Maschinen versuchen vor Ort, die Folgen der Umweltkatastrophe einzudämmen. Das Abfallbecken der Aluminium-AG im westungarischen Ajka war vor einer Woche geborsten. Der Direktor des Unternehmens wurde inzwischen festgenommen, teilte eine Regierungssprecherin mit. Fast eine Million Kubikmeter Bauxitschlamm waren bei der Umweltkatastrophe ausgelaufen und hatten Kolontar und Nachbardörfer überschwemmt. Sieben Menschen starben. Die EU-Staaten schickten fünf Experten zur  Bekämpfung des Giftschlamms nach Ungarn. Sie  kommen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich und Schweden. Sie waren von den ungarischen Behörden aus mehr als 40 Spezialisten ausgewählt worden, die von zehn EU-Staaten angeboten worden waren.