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Seehofers "Zuwanderungsstopp" in der Kritik

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Seehofers "Zuwanderungsstopp" in der Kritik

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In Deutschland hat Chef der bayrischen CSU, Horst Seehofer, mit der Forderung nach einem Einwanderungsstopp für neue Spannungen in der Integrationsdebatte gesorgt. In einem Interview mit dem Nchrichtenmagazin ‘Focus’ hatte er gesagt, Deutschland brauche “keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen.” Anschließend versuchte Seehofer zurückzuruden; er habe auch “auf die großen Integrationserfolge auch in Bayern hingewiesen”, gleichzeitig aber klar gemacht, “dass die Bevölkerung eben auch die Frage stellt, was ist mit Integrationsverweigerern.”

Die Türkische Gemeinde in Deutschland forderte eine Entschuldigung von Seehofer und Cem Özdemir, der Vorsitzende der Grünen bezweifelte, dass dem CSUler die Komplexität der Integrationsdebatte klar sei. Er sei erstaunt, “dass auch Seehofer mittlerweile zu den Integrationsexperten gehört. Es gibt ja in Deutschland zwei Themen bei denen 82 Millionen Experten vorhanden sind. Das eine ist Fußball, das andere ist offensichtlich Integration. Ich finde, die deutsche Fußballnationalmannschaft hat einen guten Beitrag zur Integrationsdebatte geleistet mit Mesut Özils Tor.”

Hintergrund der neuen Debatte ist die Forderung der Bundesagentur für Arbeit, gezielt im Ausland um besonders Qualifizierte Fachkräfte zu werben, die in Deutschland zunehmend fehlen.