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Mission "Phönix": Der Ablauf der Rettungsaktion

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Mission "Phönix": Der Ablauf der Rettungsaktion

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Die drei weiß-rot-blauen Rettungskapseln mit dem Namen “Phönix” sind eine von Ingenieuren der chilenischen Marine gebaute Weiterentwicklung der legendären Dahlbusch-Bombe. Sie war von Ingenieuren der Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen entworfen und durch das Grubenunglück von Lengede 1963 weltweit bekannt worden. Die Kapsel mit einem Durchmesser von 53 Zentimetern wird von einem Kran an der Oberfläche bewegt. Bei ihrem Weg durch den Berg dreht sie sich mehrfach um die eigene Achse.

Ein Sanitäter wird sich zunächst auf die 622 Meter lange Fahrt zu den eingeschlossenen Kumpeln machen und entscheiden, in welcher Reihenfolge die Bergarbeiter ans Tageslicht gebracht werden. 12 Minuten soll die reine Fahrzeit in der Dahlbusch-Bombe dauern. Bevor der Aufstieg beginnt, bekommen die Bergleute ein sehr kalorienreiches Getränk, das von der US-Weltraumbehörde Nasa stammt und Übelkeit vorbeugen soll. Nach einer ersten medizinischen Untersuchung und einem kurzen Kontakt mit ihren Angehörigen werden die Kumpel ins 40 Kilometer entfernte Krankenhaus von Copiapò gebracht.