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Bolivien und Chile friedlich vereint

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Bolivien und Chile friedlich vereint

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Evo Morales, Präsident Boliviens, Seite an Seite mit seinem chilenischen Kollegen Sebastián Piñera. Seit 48 Jahren haben beide Länder keinen Botschafter im anderen Land. Heute kamen beide Präsidenten zusammen ins Krankenhaus, um den aus der Tiefe geretteten Bolivianer Carlos Mamani zu begrüßen.
Als seien sie die besten Freunde plauderten die beiden. Vergessen, dass Bolivien im sogenannten “Salperterkrieg” von 1879 bis 1884 seinen Meereszugang an Chile verloren hat. Noch im Juni hatte der Sozialist Morales betont, dass die Beziehungen mit Chile auf Botschafterebene nur wieder aufgenommen werden könnten, wenn Bolivien wieder einen Pazifikzugang bekommt. Heute hörte er sich ganz anders an: “Unglaublich, aber wahr”, so Morales, “das bolivianische Volk wird nicht vergessen, welche Anstrengungen Chiles Präsident unternommen hat. Und deshalb möchte ich dem chilenischen Volk danken. Danke für die Rettung unseres Bruders Carlos Mamani und für die unserer Brüder, die chilenischen Berlgeute.” Bolivianische Zeitungen schrieben über die Rettung Mamanis, sie sei das “Symbol einer neuen Einheit” zwischen beiden Ländern. Mamani allerdings ließ verlauten, dass er sich inzwischen eigentlich mehr als Chilene fühle.