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Chile: Befreiung der Kumpel reibungslos angelaufen

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Chile: Befreiung der Kumpel reibungslos angelaufen

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In Chile hat die Bergung der Kumpel begonnen – nach mehr als zwei Monaten in 600 Meter Tiefe in der Mine San José im Norden des Landes. Florencio Ávalos war der erste, der die Fahrt mit dem Spezialaufzug machte. Der 31-Jährige schloss seine Frau in Arme und auch den chilenischen Präsidenten. Anschließend wurde Álvalos zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Der zweite Kumpel, der die viertelstündige Fahrt in die Freiheit antrat, war Mario Sepúlveda. Der 40-Jährige hatte sich in den langen Wochen untertage – und auch in den Medien der Welt – schnell als “Sprecher” der Kumpel einen Namen gemacht. Am Ausgangsschacht nahm er seine Frau überglücklich in die Arme.

Danach sorgte der Elektriker für Heiterkeit, als er Gesteinsbrocken an die Einsatzkräfte und Staatschef Sebastian Piñera verteilte, die er in der engen Rettungskapsel an die Erdoberfläche transportiert hatte. Der 40-Jährige wirkte bei bester Gesundheit. Er schrie sei Glück heraus und feierte mit den Rettern.

Sepúlveda war es, der die anderen Männer während ihrer Gefangenschaft in der Tiefe geführt, ermutigt, unterhalten und getröstet hatte – nun genoß er die ersten Minuten in Freiheit.

Das Drama unter Tage hatte am 5. August mit einem Einsturz in der Kupfer- und Goldmine San José in der Atacama-Wüste begonnen. Mehr als zwei Wochen dauerte es dann noch, bis die Verschütteten entdeckt und über Schächte versorgt werden konnten.

Noch nie waren Menschen so lange Zeit in so großer Tiefe gefangen. Die Aktion zu ihrer Rettung ist die längste und aufwendigste, die je im Bergbau vorgenommen wurde. Die Bergung soll nun insgesamt bis zu zwei Tage dauern.