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Chile fiebert und feiert

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Chile fiebert und feiert

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Die Rettung der Bergleute geht weiter, und ganz Chile fiebert und feiert mit. In Copiapo, 800 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Santiago, unterbrachen die Menschen ihren Alltag, um die Bergung der Kumpel zu feiern. Schon in der Nacht war es sowohl in San José im Camp “Esperanza”, dem “Lager der Hoffnung”, wie andernorts zu Freudenszenen über das “Wunder von Chile” gekommen. Gut 1500 Journalisten vor Ort sorgten dafür, dass das Ereignis weltweit live in die Wohnzimmer kam. Doch die Menschen wollten ihre Freude teilen. Wie in Santiago de Chile waren zahlreiche Großbildschirme aufgebaut worden, Tausende folgten dem Spektakel. Auch Maria Zuniga. “Was kann ich sagen”, meint sie, “ich bin genauso aufgeregt wie die Leute, die dort oben sind. Ich bin sehr glücklich darüber, wie es ausgegangen ist. Ich hoffe, dass Gott bei ihnen bleibt. Man muss bedenken, dass sie begraben waren und wiederbelebt worden sind.” Die chilenische Presse hatte heute Rekordauflagen, das Titelthema war überall dasselbe. Längst wird auch diskutiert, ob Chiles Präsident Piñera illegitimerweise versucht, Kapital aus dem Schauerstück im Untergrund zu schlagen. Denn Chile ist – nach wie vor – ein Land der starken sozialen Gegensätze.