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Geretteter Kumpel: "Gott hat den Teufel besiegt"

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Geretteter Kumpel: "Gott hat den Teufel besiegt"

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Mario Sepúlveda hatte es unter Tage als “Reporter” und Spaßvogel zu internationalem Ruhm gebracht. In den vielen Videos aus der Tiefe trat der Elektriker meist als Moderator auf, der mit viel Humor durch die Übertragung führte. Wie der vor ihm geborgene Kumpel und die 31, die ihm noch nachfolgen werden und deren Rettung Sie auf euronews live verfolgen können, hatte er zunächst Gelegenheit kurz mit seinen Angehörigen zusammenzutreffen, bevor er ins Krankenhaus von Copiapó gebracht wurde.

In seiner ersten Stellungnahme für die Medien übte er sich in Bescheidenheit. Man solle ihn nicht wie einen Star oder Künstler behandeln, er sei Bergarbeiter und stolz darauf. „Gott und der Teufel haben um mich gekämpft – und Gott hat gewonnen. (…) Ich war immer sicher, dass ich heraus komme und ich habe den Profis, die wir in Chile haben, und dem Großen Schöpfer immer vertraut. (…) Dies ist der Moment, an dem wir etwas verändern müssen und dieses Land muss verstehen, dass es Veränderungen geben muss!“ sagte Sepúlveda.

Mit der glücklichen Rettung der ersten Bergleute ist auch unter den Angehörigen, die fast 70 Tage am Unglücksort ausgeharrt haben, die Spannung. Menschen tanzten um rotglühende Kohlefeuer. Luftballons in den chilenischen Nationalfarben Rot, Weiß und Blau stiegen in den sternenfunkelnden Himmel über der Wüste, Konfettibomben ließen einen bunten Papierregen auf die Menschen niedergehen.