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Millionen protestieren in Frankreich gegen Rentenreform

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Millionen protestieren in Frankreich gegen Rentenreform

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Die Massenproteste gegen die Rentenreform der französischen Regierung haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Angaben der Gewerkschaften gingen am Dienstag landesweit 3,5 Millionen Menschen auf die Straße, um gegen eine Anhebung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre zu protestieren. Das Innenministerim sprach von knapp 1,2 Millionen. Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal sagte, mit 15 oder 16 seien Jugendliche verantwortlich, sie wüssten, warum sie auf die Straße gingen. Sie fordere sie auf, weiterzumachen und friedlich zu demonstrieren. Die Schüler und Studenten beteiligten sich erstmals an den Protesten. Sie richten sich gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters. Wer mindestens 40,5 Jahre Beiträge gezahlt hat, kann derzeit in Frankreich bereits mit 60 Jahren die volle Rente beziehen. Diese Altersgrenze soll nun bis 2018 auf 62 Jahre angehoben werden. Wem Beitragsjahre fehlen, der soll erst mit 67 Jahren die volle Rente erhalten, bislang ging das mit 65. Am dritten Streiktag seit Anfang September kam es im Schienen- und Flugverkehr zu zahlreichen Behinderungen. Die Streiks sollen an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. An den Pariser Flughäfen wurden 30 bis 50 Prozent der Kurz- und Mittelstreckenflüge gestrichen, etwa ein Drittel der Hochgeschwindigkeitszüge nach Deutschland fielen aus.