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Rettungsktion in Chile verläuft reibungslos

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Rettungsktion in Chile verläuft reibungslos

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Er war der Erste: Kurz nach Mitternacht örtlicher Zeit brachte die Rettungskapsel “Phönix” Florencio Ávalos wieder an die Erdoberfläche. 32 Kumpel waren zu diesem Zeitpunkt noch unter Tage in mehr als 600 Metern Tiefe eingeschlossen. Die Rettungsaktion geht weiter, bislang funktioniert die Kapsel reibungslos. Die Rettungskräfte hoffen, dass alle Kumpel innerhalb von 40 Stunden hoch geholt werden können.
 
An der Oberfläche wartete - neben den Angehörigen – auch Chiles Präsident Sebastián Piñera. Chile habe sich bewiesen, sagte er. Manche hätten zu Beginn des Unglücks zwar die Hoffnung aufgegeben, andere aber nicht. Für die Bergleute gehen die 69 Tage zwischen Angst und Hoffnung in der Tiefe nun zu Ende.
 
Gut eine Stunde braucht die Kapsel, um einen Kumpel nach oben zu holen. Zweiter war der Elektriker Mario Sepúlveda. Er brach in Jubel aus. Sepúlveda war es, der die Bilder aus der Tiefe kommentierte und seine Auftritte gern mit dem Satz beendete: “Ich gebe zurück in die Sendezentrale.“ 
 
Er war der Älteste, der unter Tage begraben war: Mario Gómez, 63 Jahre, seit seinem 12. Lebensjahr arbeitet er im Bergbau. Als neunter wurde er an die Oberfläche gebracht. Gómez fiel auf die Knie und dankte Gott dafür. Als letzter dürfte Schichtführer Luis Urzúa Iribarren gerettet werden. Auch er ist seit 30 Jahren Bergmann und zeichnete die Orientierungskarten für die Männer, die in der Gold- und Kupfermine San José arbeiten.