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Das Wunder von Copiapo

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Das Wunder von Copiapo

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Das Wunder von Copiapo begann am 22. August.
Nach 17 Tagen Ungewissheit über das Schicksal der am 5. August in der Kupfermine San Jose verschütteten Bergleute drang ein Spezialbohrer zu den 33 Männern vor. “Uns geht es allen gut, die 33,” so die Nachricht von unten. Durch den acht Zentimeter schmalen Schacht wurde eine Minikamera herabgelassen. Sie lieferte erste Bilder der Männer. Am 17. September erreichte die erste Vorbohrung in 620 Metern Tiefe einen Werkstattraum, zu dem auch die Kumpel Zugang hatten. Die Bohrung eines dritten Tunnels begann am 19. September. Damals hieß es, es könnte bis Weihnachten dauern, bis der Rettungschacht stehe. Doch am 9. Oktober war der Durchbruch dann geschafft. Schließlich wurde die eigens für diesen Schacht konstruierte Rettungskapsel “Phönix”.
erstmals ausprobiert. Nach mehreren unbemannten Testläufen wagte Ingenieur Manuel Gonzales dann die Fahrt ins Ungewisse.
Am 13. Oktober um 0 Uhr 11 Ortszeit – genau 69 Tage waren die Kumpel da bereits in knapp 700 Metern Tiefe eingeschlossen – war dann der große Moment gekommen, als die Kapsel mit dem ersten Kumpel, Florencio Ávalos die Erdoberfläche erreichte – grenzenlose Erleichterung. Eine halbe Stunde danach folgte “Super Mario” – Mario Sepúlveda. Der 41-Jährige Bergmann war die Hauptkontaktkontaktperson nach oben. Dann ging es immer schneller und das Wunder von Copiapo nahm seinen Lauf…