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London Film Festival

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Vor dem Eröffnungsfilm des London Film Festivals standen sich die Fans von Andrew Garfield, Keira Knightley und Carey Mulligan die Beine in den Bauch. “Never Let Me Go” von Regisseur Mark Romanek gab den Startschuß zu dem zweiwöchigen Filmmarathon.

“Es ist eine Liebesgeschichte”, erklärt Romanek. “Sie spielt in einem scheinbar anständigen Internat im England der 70er Jahre. Wir waren mit dem Film historisch nicht ganz korrekt, daher ist er auch ein wenig Science Fiction.”

Im Film erzählt der Regisseur von “One Hour Photo” die Geschichte dreier Schüler und ihrer Gefühle füreinander. Über ihnen liegt stets der Schatten des dunklen Schicksals, das sie jenseits der Internatsmauern erwartet.

Romaneks Film gehört zu den 300 Festivalbeiträgen aus 67 Ländern. Die hier vorgestellten Filme zeigen erfahrungsgemäß nicht nur schauspielerisch vielversprechende Talente sondern sind auch heiße Anwärter für die großen Auszeichnungen der Filmsaison.

Sandra Hebron, die künstlerische Direktorin des Festivals weiß um die Stärken der Veranstaltung:

“Unser großer Vorteil ist unsere Vielseitigkeit. Natürlich ist es uns wichtig, dass wir die viel besprochenen Filme der Saison zeigen. Genauso wichtig sind uns aber die Produktionen, von denen die Zuschauer vielleicht noch nicht gehört haben.”

Gehört hatte man im Vorfeld von diesem Film schon eine Menge: “Black Swan” von Darren Aronofsky. Der kunstvoll gestrickte Plot dieses Psychothrillers zeigt Natalie Portmann als Prima Ballerina am New Yorker City Ballet. Nina lebt mit ihrer kontrollsüchtigen Mutter, die als ehemalige Tänzerin vor allem den Erfolg ihrer Tochter im Auge hat. Nina fiebert ihrem Auftritt in “Schwanensee” entgegen, wird dann aber gegen eine andere Tänzerin ausgetauscht.

Tief bewegend schildert Julian Schnabel in seinem Film “Miral” das Schicksal einer jungen, intelligenten Frau, deren Zukunft eng mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt und dessen sozialen wie politischen Folgen verwoben ist.

Einer der britischen Festivalbeiträge ist Mike Leighs “Another Year”. Leigh legt einen starken Film vor, der die Themen Familie, Freundschaft und das Älterwerden in den Mittelpunkt stellt. Dabei vergisst er eins sicher nicht: seinen Humor.

Das London Film Festival ist das größte im Vereinigten Königreich und läuft noch bis zum 28. Oktober.